DIE GESTÜTZTE KOMMUNIKATION

(Auszug aus: Autenrieth, Andreas: „Die Kommunikationsmöglichkeit der Gestützten Kommunikation am Beispiel von Menschen mit einer autistischen Störung. Konsequenzen für die Arbeitsplatzsituation in der Werkstatt für Behinderte."; Diplomarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, 1998. Email:andreasautenrieth@01019freenet.de)

1
 DEFINITION
2
DIE ZIELGRUPPEN DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION
3
DIE ZIELE DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION
4
DIE MITTEL DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION
4.1
DIE STÜTZE
4.1.1
Die physische Stütze
4.1.2
Die emotionale Stütze
4.1.3
Die psychische Stütze
4.2
DAS SETTING
4.3
EINSTELLUNGEN UND FÄHIGKEITEN DES STÜTZERS
5
DIE PHASEN DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION
5.1
ANBAHNUNG VON GESTÜTZTER KOMMUNIKATION
5.2
ERMÖGLICHUNG FREIER KOMMUNIKATION
5.3
GENERALISIERUNG DER KOMMUNIKATION
5.4
AUSBLENDUNG DER PHYSISCHEN STÜTZE
6
DIE ÜBERPRÜFUNG DER KOMMUNIKATION
7
DIE BEDEUTUNG DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION FÜR MENSCHEN MIT EINER AUTISTISCHEN STÖRUNG
7.1
AUSWIRKUNGEN DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION AUF DIE KOMMUNIKATIONSMÖGLICHKEITEN
7.2
ERSCHWERENDE EINFLÜSSE AUF DIE KOMMUNIKATION MIT HILFE DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION
7.3
DIE BEDEUTUNG DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION FÜR DIE LEBENSSITUATION VON MENSCHEN MIT EINER AUTISTISCHEN STÖRUNG
8
SCHEMATISCHE DARSTELLUNG DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION
9
LITERATUR

 

1 DEFINITION

Der Begriff Gestützte Kommunikation ist abgeleitet von dem englischen Begriff Facilitated Communication und läßt sich mit Erleichterte Kommunikation übersetzen (vgl. Klatt, 1983, 204).

Der Begriff Facilitated Communication wurde von Rosemary Crossley geprägt, die in den 70er Jahren in Australien entdeckte, daß einige Menschen mit Zerebralparese, die als geistig behindert eingestuft waren, ihre motorische Bewegungskontrolle verbessern konnten, indem sie an ihrer Hand bzw. an ihrem Arm berührt bzw. gestützt wurden. Durch diese körperliche Berührung waren diese Menschen in der Lage, auf Bilder, Symbole und manchmal auch auf Buchstaben zu zeigen, um über diese Medien zu kommunizieren. 1989 importierte Douglas Biklen die Methode in die USA (vgl. Nagy, 1993, 2), von wo aus 1990 Annegret Schubert die Facilitated Communication nach Deutschland brachte (vgl. Sellin, A., 1992, 2).

Facilitated Communication läßt sich allgemein den AAC -Methoden zurechnen, unterscheidet sich aber dadurch, daß der FC-Benutzer niemals geführt werden darf, sondern lediglich eine begleitende Stütze erhält (vgl. Eichel, 1996, 57). Im deutschen Sprachgebrauch hat sich aus diesem Grund der Begriff Gestützte Kommunikation eingebürgert, der die Stütze im Gegensatz zur englischen Bezeichnung als Teil des Kommunikationsprozesses explizit erwähnt.

Die FC ist ebenso wie die AAC-Maßnahmen, eine Strategie, um kommunikativ beeinträchtigten Menschen eine Kommunikation zu erleichtern. Attwood (1993) definiert:
„Facilitated Communication (FC) ist eine Methode, um es jemandem zu ermöglichen, zum Zwecke der Kommunikation auf Gegenstände, Bilder oder Buchstaben zu deuten oder sie zu berühren" (ebd., 9) Diese Definition verdeutlicht schon den wesentlichsten Aspekt der FC:
Die FC ist kein Ziel, sondern eine Methode, „ein Werkzeug" (Schubert zitiert nach Verein zur Förderung..., 1996, 10), um Menschen, die keine Möglichkeit haben, andere Kommunikationshilfen zu nutzen, trotzdem Kommunikation zu ermöglichen (vgl. Wepil, 25).

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2 DIE ZIELGRUPPEN DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION

Crossley entwickelte die FC in ihrer Arbeit mit Kindern mit einer Zerebralparese (vgl. Crossley, 1994). In der Folgezeit und durch die langsame, aber zunehmende Verbreitung der Methode wurde festgestellt, daß mehrere Menschen mit verschiedenen diagnostischen Einstufungen, wie Autistische Störung, Down-Syndrom, geistige Behinderung, Zerebralparese, (vgl. Eichel, 1996, 58) sich mit Hilfe der FC erstmals oder auch differenzierter mitteilen konnten.
Dies verdeutlicht einerseits die Offenheit der FC für einen breiten Personenkreis, weist aber andererseits auch die fachlichen Unsicherheiten bezüglich der Zusammenhänge verschiedener Behinderungen und ihren kommunikativen Beeinträchtigungen hin.

Die Menschen, für die FC eine Möglichkeit zur Erweiterung ihrer kommunikativen Möglichkeiten darstellen könnte, sind dementsprechend Menschen, „die schwere kommunikative Beeinträchtigungen haben, augenblicklich keine alternative Kommunikationsstrategie haben, nicht das Potential zeigen, Gebärdensprache oder Handschriftfähigkeit relativ einfach zu erwerben, oder in einer Umgebung leben, in denen Gebärden und Handschrift keine realistische Möglichkeit für eine Kommunikation bieten, Schwierigkeiten mit der klaren Auswahl von Bildern, Symbolen oder Buchstaben auf einer Kommunikationshilfe haben, nicht in der Lage sind, andere direkte oder indirekte Zugangsmöglichkeiten zu benutzen (oft aus praktischen Gründen, da diese für Individuen, die gehen können und ihre Kommunikationshilfen tragen müssen, nicht angemessen sind)." (Crossley, 1997, 35)

Weder die Diagnose, noch das Alter, noch eine Lesefähigkeit, noch eine evtl. vorhandene Sprechbeeinträchtigung (z.B. Echolalie, Sprachstereotypien, eingeschränkte Lautsprache) schließen die Möglichkeiten der FC aus. Einzig die schwere Kommunikationsbeeinträchtigung und die Unmöglichkeit andere Kommunikationshilfen oder -mittel einsetzen oder nutzen zu können, bilden die Voraussetzungen für die Möglichkeit, daß mit Hilfe der FC Kommunikation ermöglicht werden kann.
Menschen mit einer autistischen Störung sind aufgrund ihrer kommunikativen Beeinträchtigung und ihrer beeinträchtigten Wahrnehmungsverarbeitung und Handlungsfähigkeit dieser Zielgruppe zuzurechnen. Während der Personenkreis, der die FC nutzt, in Australien auch dieser offenen Zielgruppenbestimmung entstammt, wird die FC in der BRD hauptsächlich von Menschen mit einer autistischen Störung, vor allem zur schriftsprachlichen Kommunikation genutzt (vgl. Sellin, A., 1996, 36).

Aufgrund des noch sehr jungen Alters der FC wurden allerdings noch keine eindeutigen Kriterien dafür gefunden, welche Voraussetzungen ein Mensch mit einer autistischen Störung für die Möglichkeit, die FC zu nutzen, mitbringen muß (vgl. Nagy, 1993, 3) oder wie diejenigen Menschen mit einer autistischen Störung, die über FC kommunizieren, ihre Lese- und Schreibfähigkeit autodidaktisch erworben haben. Insofern ist auch noch nicht abzusehen, wieviel Menschen mit einer autistischen Störung mit Hilfe der FC ihre kommunikativen Möglichkeiten erweitern können. Nagy (in RV Hilfe für das autistische Kind München, 1996, 55) nennt ein Zahl von 17 % der vom RV Hilfe für das autistische Kind in München betreuten Menschen mit einer autistischen Störung, die mit Hilfe der FC erfolgreich kommunizieren. Diese Zahl erscheint in Anbetracht der möglichen Variationsbreite des Erscheinungsbildes der Autistischen Störung durchaus realistisch und unterstreicht vor dem Hintergrund der Bedeutung der Kommunikation und der bisherigen Erfolge (vgl. Sellin, B., 1993 u. 1995; Zöller, 1989 u. 1992; Verein zur Förderung ..., 1996) gleichzeitig die Notwendigkeit, FC als Kommunikationsmethode einzusetzen.

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3 DIE ZIELE DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION

Die Ziele der FC für Menschen mit einer autistischen Störung leiten sich direkt aus der o.a. Definition der FC im Zusammenhang mit den allgemeinen Zielen der AAC ab:

(1) Die FC soll Menschen mit einer autistischen Störung eine Möglichkeit bieten, ihre kommunikativen Möglichkeiten zu erweitern.
Die beeinträchtigten kommunikativen Möglichkeiten der Menschen mit einer autistischen Störung können teilweise durch eine beeinträchtigte Weiterleitung des Reaktionsimpulses aufgrund einer mangelnden kinästhetischen Rückmeldung erklärt werden. Die kommunikativen Möglichkeiten von Menschen mit einer autistischen Störung sind deshalb oftmals auf nichtsprachliche Kommunikationsformen beschränkt. Die FC bietet diesen Menschen, v.a. durch die Stütze, eine Möglichkeit, die motorischen Handlungsbeeinträchtigungen zu überbrücken und damit eine gezielte Zeigbewegung auszuführen. Diese Zeigbewegung wird genutzt, um zum Zwecke der eindeutigeren Kommunikation auf Kommunikationshilfen (Bilder, Buchstaben,...) zu zeigen.

(2) Der FC-Benutzer soll die Kommunikationshilfe zur Kommunikation mit möglichst vielen Personen, in möglichst vielen Situation, über möglichst viele Inhalte nutzen können.
Die Nutzungsmöglichkeiten der Kommunikationshilfen sind durch die notwendige Stütze und durch die Kommunikationshilfe stark eingeschränkt. Um eine möglichst vielseitige Kommunikation zu gewährleisten, bspw. eine Alternative in der Wahl der Gesprächspartner und eine möglichst situationsunabhängige Kommunikationsmöglichkeit, ist es notwendig, möglichst viele Personen in die Kommunikation mit Hilfe der FC einzubeziehen, die Stütze auf weitere Personen im Umfeld zu übertragen und eine transportable Kommunikationshilfe zu benutzen.

(3) Der FC-Benutzer soll lernen, die Kommunikationshilfe selbständig und unabhängig von einer Stütze zur Kommunikation einsetzen zu können.
Ein wesentlicher Aspekt der FC besteht, wie schon angedeutet, in der physischen Stützung der Zeigebewegung. Diese Stütze birgt die Gefahr einer Abhängigkeit der Kommunikation von einer
stützenden Person. Um eine unabhängige Kommunikation zu ermöglichen, ist es daher notwendig, die Zeigbewegung konsequent zu üben und die Stütze, vor allem die physische Stütze, so früh wie möglich schrittweise zurückzunehmen.

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4 DIE MITTEL DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION

4.1 DIE STÜTZE

Als das wesentlichste Mittel setzt die Methodik der FC eine physische, emotionale und psychische Stütze ein. Dieses Mittel der Stütze, v.a. der physischen Stütze, ist nicht grundlegend neu. Viele Therapiekonzepte, bspw. „Führen" nach Affolter (vgl. Janetzke, 1993, 57-59) nutzen diese körperliche Berührung von Menschen mit einer autistischen Störung zur Einübung von Bewegungs- und Handlungsabläufen. (vgl. Eichel, 1996, 56). Der Unterschied zwischen diesen führenden Körperberührungen und der physischen, emotionalen und psychischen Stütze der FC besteht allerdings darin, daß bei der FC die Zeigbewegung auf keinen Fall von der stützenden Person ausgeführt werden darf; es darf keine Hinführung zu der Kommunikationshilfe und somit keine Manipulation der Kommunikation stattfinden. Vielmehr dient die Stütze bei der FC als Hilfe, motorische Bewegungs- und Handlungsbeeinträchtigungen zu überbrücken und Selbstvertrauen, Konzentration und Aufmerksamkeit zu vermitteln (vgl. Nagy, 1993, 3f). Die genaue Wirkweise der Stütze ist allerdings wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt, so daß die folgenden Beschreibungen eher Annahmen darstellen.

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4.1.1 Die physische Stütze

Als physische Stütze wird die körperliche Berührung des FC-Benutzers (bspw. an der Hand, am Arm, am Ellbogen oder an der Schulter) durch den Stützer bezeichnet und dient in erster Linie zum Ausgleich der motorischen Bewegungs- und Handlungsbeeinträchtigungen des FC-Benutzers. Je nach Art dieser Beeinträchtigungen übernimmt die physische Stütze verschiedene Funktionen. So kann der Stützer dem FC-Schreiber durch die körperliche Berührung eine verbesserte kinästhetische Rückmeldung vermitteln, dadurch die Weiterleitung des Reaktionsimpulses erleichtern und somit eine verbesserte motorische Bewegungskontrolle ermöglichen (vgl. Crossley, 1997, 49). Falls der FC- Benutzer seinen Zeigefinger zur Zeigbewegung nicht isolieren kann, soll der Stützer dies durch die Stütze übernehmen (vgl. Nagy, 1993, 3).

Zusätzlich kann, durch Ausüben eines leichten Gegendrucks bei der Berührung, das Auslösen eines Zeigimpulses, des Bremsen von überschießenden Bewegungen erreicht und das Verharren auf dem gleichen Zeichen verhindert werden (vgl. Nagy, 1993, 3).

Die Art der physischen Stütze kann dabei von FC-Benutzer zu FC-Benutzer, von Stützer zu Stützer, von Thema zu Thema,... von einem Stützen der Hand bis zu einer Stütze an der Schulter variieren (vgl. Nagy, 1993, 22). Das leitende Prinzip der physischen Stütze ist stets die „Minimalstützung" (Eichel, 1996, 61). Um die Gefahr der Beeinflussung durch den Stützer so gering wie möglich zu halten und unabhängige Kommunikation anzustreben, ist es wichtig, nur soviel physische Stütze zu geben, wie der FC-Benutzer momentan zur Kommunikation benötigt.
„Der Stützer muß sich also in jedem Augenblick auf die „Stützbedürfnisse" des Benutzers einlassen und darf nie mehr Stütze geben, als erforderlich" (Eichel, 1996, 63).
Aus praktischen Erfahrungen geht hervor, daß die Rücknahme der physischen Stütze für den FC- Benutzer verunsichernd und motivationshemmend wirken kann (vgl. Eichel, 1996, 63). Insofern sollte das Prinzip der minimalen physischen Stütze und das Ziel der Ausblendung nicht vor die Weiterführung der Kommunikation gestellt werden.

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4.1.2 Die emotionale Stütze

Aufgrund der bisherigen Kommunikationserfahrung haben viele Menschen mit einer autistischen Störung ein mangelndes Selbstvertrauen in die eigenen Handlungsfähigkeiten, Unsicherheit, Ängstlichkeit und Mißtrauen in die Umwelt (Eichel, 1996, 64). Die emotionale Stütze versucht nun, durch das Zusprechen von Mut, Zu- und Vertrauen in die Kommunikationsfähigkeiten, das Vermeiden von offensichtlichen Fehlern durch das Bremsen der Zeigbewegung und verbalen Aufforderungen, erneute Frustrationen zu verhindern und Kommunikationssicherheit aufzubauen (vgl. Nagy, 1993, 4). Diese Funktionen und Inhalte der emotionalen Stütze sind stark von den Einstellungen und Fähigkeiten des Stützers abhängig.

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4.1.3 Die psychische Stütze

Durch die beschriebenen Beeinträchtigungen der Wahrnehmungsverarbeitung von Menschen mit einer autistischen Störung und den damit einhergehenden emotionalen Erregungszuständen, fällt es vielen dieser Menschen schwer, konzentriert und über einen längeren Zeitraum aufmerksam mit Hilfe der FC zu kommunizieren
„Das Schreiben kann von permanenter körperlicher Unruhe begleitet sein, oder durch impulsartige Ausbrüche (Weglaufen, Sich-Beißen) unterbrochen werden" (Nagy, 1993, 4)

Die psychische Stütze dient dazu, ein konzentriertes, aufmerksames und zielgerichtetes Zeigen zu ermöglichen und beinhaltet sowohl verbale Aufforderungen, die Kommunikation fortzusetzen, wie auch das Schaffen von geeigneten Rahmenbedingungen und strukturierten Kommunikationsabläufen und die Vermeidung von ablenkenden Reizen.

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4.2 DAS SETTING

Neben der Ermöglichung von Kommunikation verfolgt die FC, wie beschrieben, ebenso das Ziel der Verselbständigung der Kommunikation durch das Üben der Zeigbewegung. Vor dem Hintergrund der beeinträchtigten Weiterleitung des Reaktionsimpulses und der motorischen Bewegungs- und Handlungsstörungen ist es daher sinnvoll, den Kommunikationsablauf gleichbleibend zu strukturieren.
Folgende Faktoren sollten dabei beachtet werden:

„Funktionales und bequemes Sitzen ist v.a. für Benutzer von Kommunikationshilfen dringend erforderlich" (Eichel, 1996, 61)
Die individuell zu gestaltende, richtige Sitzposition und -haltung entlastet den FC-Benutzer hinsichtlich motorischer Schwierigkeiten, unterstützt seine Konzentration und schafft dadurch Aufmerksamkeit und Motivation. Gleichzeitig verhindert das bequeme Sitzen, sowohl beim FC-Benutzer als auch beim Stützer, schmerzhafte Verspannung aufgrund der physischen Stütze. Eine unangenehme Sitzposition kann dadurch auch motivationshemmend wirken.

„Die motorisch am einfachsten durchzuführende Bewegung ist das Drücken nach unten" (Nagy, 1993, 5).
Die Kommunikationshilfe liegt hierzu, für den FC-Benutzer gut sichtbar, vor ihm. Der Stützer stützt nun die Hand (bzw. den Arm) des FC-Benutzers etwa 20 cm senkrecht über der Kommunikationshilfe (vgl. Nagy, 1993, 5).

„Während man den FC-Benutzer zum Zeigen auffordert, übt man einen leichten Gegendruck aus, ..." (Nagy, 1993, 6)
Dieser Gegendruck hat einerseits die Funktion, dem FC-Benutzer die notwendige kinästhetische Rückmeldung als Grundlage für die Bewegungskontrolle zu vermitteln. Andererseits vermittelt dieser Gegendruck ebenso dem Stützer eine bessere Information über die Richtung des Zeigimpulses des FC-Benutzers (vgl. Nagy, 1993, 6).

Während des Zeigens führt der Stützer also keineswegs die Hand des FC-Benutzers, sondern er begleitet die Zeigbewegung des FC-Benutzers mit einem leichten physischen Gegendruck.
Das Maß des jeweils notwendigen Gegendrucks kann dabei, je nach FC-Erfahrung des FC-Benutzers und der Stützerfahrung des Stützers, variieren.

„Nach der Wahl (...) zieht man die Hand wieder in die Ausgangsposition zurück"
(Nagy, 1993, 6)
Der Rückzug in die Ausgangsposition gibt dem FC-Benutzer die Möglichkeit, die nächste Zeigbewegung unter den gleichen Bedingungen zu beginnen und durchzuführen, und unterstützt damit das Üben des Bewegungsmusters Zeigen im Hinblick auf das langfristige Ziel, diese Bewegung unabhängig von einer physischen Stütze ausführen zu können.

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4.3 EINSTELLUNGEN UND FÄHIGKEITEN DES STÜTZERS

Die Einstellungen und Fähigkeiten des Stützers haben einen großen Einfluß auf die emotionale Stütze und sind damit mitentscheidend für das Gelingen des Kommunikationsprozesses .
Zu den Einstellungen des Stützers gehört v.a. eine Offenheit gegenüber der Methode der FC, ein Vertrauen und Zutrauen in die Fähigkeiten und Respekt vor der Persönlichkeit des FC-Benutzers (vgl. Eichel, 1996, 64 ff). Aufgrund der bisherigen Kommunikationserfahrungen ist es unbedingt notwendig, diese Sicherheit und das Zutrauen durch ein vertrauensvolles Verhalten des Stützers zu vermitteln.
Der Stützer muß ebenso wissen, daß die Kommunikation mit Hilfe der FC sehr viel mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Geduld beansprucht als die Kommunikation mit Lautsprache, da mit Hilfe der FC höchstens 150 Wörter in der Stunde, mit Lautsprache aber schon 150 Wörter in der Minute übermittelt werden (vgl. Crossley, 1997, 74).

Der Stützer sollte in der Lage sein, sich selbst in die Kommunikation einzubringen (vgl. Eichel, 1996, 65) und bei Kommunikationsschwierigkeiten (z.B. Buchstabensalat) die Stütze und die eigenen Einstellungen zu überprüfen. Ebenso muß der Stützer störendes Verhalten des FC-Benutzers ignorieren, ihn beruhigen und seine Aufmerksamkeit wieder zum Schreibprozeß zurücklenken können, offensichtliche Fehler durch Rückzug verhindern und den FC-Benutzer immer wieder zum Schreiben ermutigen.

„wichtig sind persoenliche ermutigung und lob und alle sicherheitsversicherungen die es gibt - die allerwichtigste sache ist intensive anerkennung"
(Sellin, B. in Nagy, 1993, 5).

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5 DIE PHASEN DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION

Die folgenden Phasen kennzeichnen verschiedene Momente der Kommunikation mit Hilfe der FC im Hinblick auf die Ziele. Diese Phasen lassen sich allerdings in der Praxis nicht genau voneinander trennen oder kausal-linear aufeinander aufbauen. Das erreichte Kommunikationsniveau mit Hilfe der FC ist nicht nur von einer erreichten Stufe abhängig, sondern wird ebenso immer von der aktuellen persönlichen Verfassung des FC-Benutzers (z.B. Müdigkeit; Streß; Anspannung; Unter- /Überforderung; Motivation;...), der sozialen Situation (z.B. neue, wenig strukturierte, unklare Situationen; ...), der Person des Stützers (z.B. Stützerfahrung; Einstellungen und Fähigkeiten) und dem Thema des Gesprächs beeinflußt (vgl. Nagy, 1993, 9; Eichel, 1996, 61 u. 63). All diese Faktoren beeinflussen den Stützbedarf des Schreibers und müssen während der Kommunikation mit Hilfe der FC, unabhängig vom erreichten Kommunikationsniveau, immer wieder beachtet werden. (vgl. Eichel, 1996, 63).

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5.1 ANBAHNUNG VON GESTÜTZTER KOMMUNIKATION

Die Anbahnung der FC ist die erste Phase, um eine Kommunikation mit dem zukünftigen FC-Benutzer zu ermöglichen und somit auch die Grundlage für die weitere Kommunikation mit Hilfe der FC, sowohl für den zukünftigen FC-Benutzer als auch für unerfahrene Stützer. Insofern ist bei der Anbahnung, v.a. auch in Anbetracht der bisherigen Kommunikationserfahrungen, darauf zu achten, Sicherheit und Zutrauen zu vermitteln, Motivation zu schaffen und Unterforderungen und Frustrationen zu vermeiden.
Im ersten Schritt wird der zukünftige FC-Benutzer über die Methode und die Stütze anhand von Bild-, Text- und/oder Videomaterial aufgeklärt (vgl. Nagy, 1993, 8).

In einem zweiten Schritt erfolgt die diagnostische Phase, in der bspw. die Links- oder Rechtshändigkeit des FC-Benutzers und seine Möglichkeiten, Kommunikationssymbole (Photos, Bilder, Symbole, Namenskarten, Buchstaben) einzusetzen, festgestellt und die Stütze geübt und zu Kommunikationszwecken eingesetzt wird (vgl. Nagy, 1993, 8f). Es ist motivationsfördernd und erfolgreicher in dieser Phase mit beiderseits bekannten Kommunikationssymbolen zu arbeiten, v.a. weil unerfahrene Stützer auch das Spüren der Zeigimpulse üben müssen. Ebenso motivationsfördernd für den FC-Benutzer ist es, Entscheidungen durch Auswahl treffen zu können, wenn möglich über Ja/Nein-Karten.

Aufgrund der Erfahrungen, daß viele FC-benutzende Menschen mit einer autistischen Störung Buchstabenkenntnis besitzen (vgl. Eichel, 1996, 80), und um denjenigen FC-Benutzer nicht mit zu vielen Tests zu unterfordern bzw. um die Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern, ist es daher sinnvoll, nach einer kurzen Übungsphase zum dritten Schritt, der Kommunikation über das Buchstabieren (vgl. Nagy, 1993, 10) überzugehen.

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5.2 ERMÖGLICHUNG FREIER KOMMUNIKATION

Durch die Anbahnung der FC und die Möglichkeit mit Hilfe der FC zu kommunizieren, stehen sowohl der FC-Benutzer wie auch der Stützer am Beginn eines Lernprozesses.
Während der Stützer seine Stützsicherheit immer weiter verbessert, bedeutet FC für den FC-Benutzer die erstmalige Möglichkeit, sich, für den Kommunikationspartner eindeutig verstehbar, mitzuteilen. Diese Möglichkeit kann für ihn eine plötzliche überwältigende Erfahrung darstellen, „...deren Konsequenzen er noch gar nicht abschätzen kann und die durchaus beängstigend sein kann" (Nagy, 1993, 13).

„Als ich das Schreiben gelernt hatte, habe ich mir auch jede Äußerung abgerungen und hätte alles am liebsten sofort wieder durchgestrichen. Man liefert sich nämlich aus, wenn man schreibt"
(Zöller in: Nagy, 1993, 13).

Der FC-Benutzer kann Schwierigkeiten haben, „aus sich herauszugehen, seine Gedanken und Gefühle preiszugeben, er hat Angst vor Überforderung und oft auch noch sprachliche Probleme (Wortfindungsstörungen, Unsicherheiten im Satzbau)" (Nagy, 1993, 16).

Um die Gesprächsinhalte zu öffnen, Kommunikationssicherheit und Vertrauen aufzubauen und ebenso die Stützsicherheit zu verbessern ist es daher sinnvoll, schrittweise, von einimpulsigen Übungen zu mehrimpulsigen Übungen , von anfänglicher Ja/Nein- oder Mutiple-Choice-Kommunikation, über Lückentext-Übungen, bis zu selbstinitiierter und thematisch unabhängiger Kommunikation vorzugehen (vgl. Crossley, 1997, 57).
Diese Öffnung der Kommunikation, hin zu freier Kommunikation ist ebenso im Anbetracht der nächsten Phase, der Generalisierung, von Bedeutung.

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5.3 GENERALISIERUNG DER KOMMUNIKATION

Die FC bedeutet, wie o.a., für viele Menschen mit einer autistischen Störung oft erstmals die Möglichkeit, zu kommunizieren. Die FC birgt, aufgrund der Notwendigkeit der Stütze, ebenso die Gefahr der Abhängigkeit an die stützende Person und damit auch eine Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten. Um diese Gefahr der Abhängigkeit zu minimieren, ist es daher sinnvoll und notwendig, die Kommunikationsmöglichkeit mit Hilfe der FC situations- und personenunabhängig zu gewährleisten, so daß „das Schreiben zu einem ganz normalen Bestandteil seines [bezogen auf den FC-Schreiber, A.A.] Lebens wird" (Nagy, 1993, 18).

Eine Bedingung für den situationsunabhängigen Einsatz von FC ist die Auswahl einer geeigneten Kommunikationshilfe (vgl. Wepil, 1993, 24). Mögliche Kommunikationshilfen sind Fotomappen, Symbolkataloge, Buchstabentafeln und diverse nichtelektronische und elektronische Schreibhilfen. Die Eignung einer Kommunikationshilfe hängt davon ab, über welche Symbole der FC-Benutzer mit Hilfe der FC kommuniziert, wie zielgerichtet und ruhig seine Zeigbewegungen sind (beeinflußt z.B. die Tastaturgröße oder zusätzliche Hilfen wie Tastaturabdeckungen), wie oft die Kommunikationshilfe transportiert werden muß oder ob sie stationär genutzt wird und ob die Kommunikationshilfe Zusatzfunktionen besitzen muß (z.B. Ausdruck eines Briefes, Speichern, Korrekturfunktion, Bildschirm zur Eigenkontrolle oder als Medium für komplexere Gesprächsinhalte).
Um eine weitreichende und umfassende Kommunikation zu ermöglichen, muß die Kommunikation mit Hilfe der FC so viel wie möglich genutzt werden (vgl. Nagy, 1993, 18f). Dies bezieht sich auf die Anzahl der Personen (z.B. der Stützer dolmetscht bei Gesprächen), auf die Einsatzorte (z.B. Schule, Arbeitsplatz, Freizeit, Wohnen), auf die Situationen (z.B. gemeinsame Spiele, Briefe schreiben, persönliche Gespräche, Small Talk) und auf die Gesprächsthemen (z.B. Erlebnisse, Witze, Träume, Wünsche, Interessen,...).

Neben diesen generalisierten Kommunikationsmöglichkeiten ist es ebenso wichtig, die Stütze auf möglichst viele neue Stützer zu übertragen, um somit dem FC-Schreiber Alternativen bei der Auswahl der Gesprächspartner zu bieten und um die Gefahr der Abhängigkeit von einem Stützer zu verringern. Als Stützer kommen in erster Linie die Personen in den alltäglichen Lebenssituationen in Betracht (z.B. Eltern, Geschwister, Therapeuten, Lehrer und sonstige Bezugspersonen), die, möglichst von Anfang an, in die Kommunikation mit Hilfe der FC miteinbezogen werden sollten.

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5.4 AUSBLENDUNG DER PHYSISCHEN STÜTZE

Das langfristige Ziel der Kommunikation mit Hilfe der FC ist die unabhängige und selbständige Kommunikation mit Hilfe einer Kommunikationshilfe. Aus diesem Grund und in Anbetracht dessen, daß die physische Stütze immer wieder Ansatzpunkt der Kritik an der Methode der FC ist, ist es notwendig, die selbständige Zeigbewegung zu üben und die Stütze, v.a. die physische Stütze schrittweise zu minimieren und auszublenden (vgl. Nagy, 1993, 21).

Wie schon in Kap. I.3.4.1.1 angedeutet, kann die notwendige physische Stütze personen-, situations-, themenabhängig, usw. (vgl. Eichel, 1996, 63) variieren. Dies gilt ebenso für den Prozeß der Ausblendung. Eine weitere Gefahr bei der Ausblendung besteht darin, daß einerseits eine zu eilige Ausblendung eine Verunsicherung für den FC-Benutzer darstellt, und andererseits die Ausblendung oft nur auf Kosten begrenzter oder verlangsamter Kommunikation möglich ist, was wiederum frustrierend und demotivierend wirken kann.

Praktische Erfahrungen zeigen, daß es nach vielen Jahren der Kommunikation mit Hilfe der FC möglich ist, unabhängig mit Hilfe einer Kommunikationshilfe zu kommunizieren (vgl. Eichel, 1996, 63). Trotzdem nimmt Eichel (1996) an: „Nicht alle autistischen Menschen erreichen die Fähigkeit, ohne körperliche Stütze zu zeigen/tippen" (ebd., 63).
Insofern ist es wichtig, die Ausblendung der physischen Stütze in der Arbeit mit der FC immer zu beachten und durchzuführen. Die Ausblendung der physischen Stütze darf allerdings nicht die Kommunikation belasten. Die Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten ist einer beeinträchtigten Kommunikation stets vorzuziehen.

„Unabhängige Kommunikation ist die beste Kommunikation, aber selbst die schlechteste Art der Kommunikation ist besser als keine. Unabhängigkeit ist eine wertvolle Eigenschaft; Kommunikation aber ist ein Menschenrecht"
(Crossley, 1997, 99).

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6 DIE ÜBERPRÜFUNG DER KOMMUNIKATION

Die Notwendigkeit der Überprüfung der Kommunikation mit Hilfe der FC bezieht sich v.a. auf die Frage der Echtheit der mitgeteilten Botschaften. Die Frage, ob diese Botschaften vom FC-Benutzer mitgeteilt werden oder vom Stützer beeinflußt sind, ist auch immer wieder Ansatzpunkt der Kritik an der Methode der FC, z.B.

„ideomotorische Bewegung" (Goldner, 1994, 8f);
„symbiotische Zusammenarbeit" (Der Spiegel, 1994/5, 191);
„Der Stützer seinerseits glaubt „Impulse" des Kindes zu spüren, ist aber bei dem Prozeß der Textproduktion unbemerkt aktiv beteiligt" (Cordes, 1996, 35);
„(...), daß die Autisten ohne eigene Initiative als Sprachrohr anderer Personen, vorwiegend ihrer Mütter benutzt werden" (Kehrer, 1996, 40), usw.

Auch verschiedene Untersuchungen, die die Echtheit der Kommunikation überprüfen wollen, hinterlassen einen sehr verwirrenden, häufig auch negativen Eindruck . Dies alles hat zu einer teilweise sehr emotionalen Auseinandersetzung zwischen FC-Gegnern und FC-Befürwortern geführt (vgl. Eichel, 1996, 87), die eine sachliche Diskussion enorm erschweren.

Festzustellen ist in jedem Fall, daß die Methode der FC mit der physischen Stütze eine enorme Einflußnahmemöglichkeit durch den Stützer besitzt, die über die allgemeine kommunikative Einflußnahme (vgl. „Appellaspekt" in: Schulz von Thun, 1989, 20; Verhaltensbeeinflussung in: Watzlawick et al., 1974, 22) hinausgeht. Die Gefahr einer manipulierten Kommunikation ist dadurch erhöht und in jedem Fall möglich, aber nicht zwangsläufig.
Festzustellen ist ebenso, daß sich in der praktischen Arbeit mit FC immer wieder Hinweise ergeben, daß die mitgeteilten Botschaften vom FC-Benutzer ausgehen, z.B. das Mitteilen von unbekannten Nachrichten, typische Rechtschreibfehler unabhängig vom Stützer, teilweise Ausblendung der physischen Stütze, Verhaltensänderungen (vgl. Nagy, 1996b, 44).

Um beide Aspekte in die Überprüfung der Kommunikation einfließen zu lassen, ist es notwendig, die Kommunikation mit Hilfe der FC umfassend dokumentarisch zu begleiten. Neben der Legitimation der Kommunikation nach außen, kann diese Dokumentation ebenso als Reflexionsgrundlage für den Stützer hinsichtlich seiner Stütztätigkeit und der Einflußgefahr dienen.
Der Maßstab für die Überprüfung der Echtheit der Kommunikation mit Hilfe der FC darf aber nicht alleine in der unabhängigen und selbständigen Kommunikation bestehen. Diese Unabhängigkeit ist das langfristige Ziel, echte Kommunikation zeigt sich aber schon in allen anderen Phasen der FC (vgl. Nagy, 1993, 4).

Mögliche Kriterien, die als Grundlage für die regelmäßige Dokumentation dienen können, möchte ich im folgenden abschließend aufführen. Zur Dokumentation gehört natürlich ebenso, diese Kriterien in die Angabe von Gesprächsort, -zeit, -situation und -thema und Name des Stützers und des FC-Benutzers einzubetten.

(1) Strukturelle Kriterien (Überprüfung des persönlichen Ausdrucks des FC-Benutzers):
„typographische Fehler, gleichbleibende Fehlermuster und eine idiosynkratische Schreibweise mit verschiedenen Stützern; phonetisches und kreatives Buchstabieren, das einzigartig für den Benutzer ist; Verwendung ungebräuchlicher Ausdrücke; „unangenehme" Aussagen durch den Benutzer, wie z.B. den Stützer zu beschimpfen, zu kommandieren oder ihm zu widersprechen;
Offenbarung unterschiedlicher Persönlichkeiten, einer eigenen Art von Humor, individueller Ängste etc., trotz gleichen Stützers; Arbeit eines Stützers mit verschiedenen Benutzern auf unterschiedlichem Niveau; Ergreifen der Initiative und Initiierung unerwarteter Themen durch den Benutzer selber."
(Eichel, 1996, 101)

(2) Inhaltliche Kriterien (Überprüfung der Inhalte und Informationen des FC-Benutzers):
Auswertung der Kommunikation nach Mitteilungen von dem Stützer unbekannten Inhalten und Informationen durch den FC-Benutzer;
„...„information sharing", d.h. der Stützer stellt offene Fragen, auf die er die Antwort nicht kennt,..." (Eichel, 1996, 101);
„..."message passing", d.h. der Benutzer erhält eine Information,..., die dem Stützer nicht bekannt ist, und gibt sie an diesen weiter" (Eichel, 1996,101);

(3) Methodische Kriterien (Überprüfung der Ausblendung der physischen Stütze):
Dokumentation des Grades der physischen Stütze (vgl. Crossley, 1997, 93):

Stützen der Hand und Isolieren des Zeigefingers;
Stützen über einen Stab oder ein Rohr;
Stützen am Handgelenk;
Stützen am Unterarm;
Stützen am Ärmel;
Stützen am Ellbogen;
Stützen am Oberarm;
Stützen an der Schulter mit Druck;
Stützen an der Schulter ohne Druck;
Stützen durch Berührung eines anderen Körperteils;
keinerlei körperliche Berührung.


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7 DIE BEDEUTUNG DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION FÜR MENSCHEN MIT EINER AUTISTISCHEN STÖRUNG

7.1 AUSWIRKUNGEN DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION AUF DIE KOMMUNIKATIONSMÖGLICHKEITEN

Die Auswirkungen der FC für diejenigen Menschen mit einer autistischen Störung, die mit Hilfe der FC kommunizieren können, läßt sich prinzipiell als eine Erweiterung ihrer kommunikativen Möglichkeiten bezeichnen. FC-Benutzer mit einer autistischen Störung haben die Möglichkeit, Informationen auszutauschen, über ihre Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse, Ängste, usw. zu sprechen, sich selbst darzustellen und Kontakte und Freundschaften aufzubauen.

„... und ich bin ein sehr sagender Autist geworden" (Lutz Bayer in Verein zur Förderung ..., 1996, 9)
Die FC-Benutzer mit einer autistischen Störung haben durch die FC die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und Einfluß auf die Umwelt, zu nehmen, was ihnen „... schon in alltäglichen Lebensbereichen eine größere Unabhängigkeit und Kontrolle der Umwelt" (Eichel, 1996, 134) ermöglicht.
Da viele FC-Benutzer mit einer autistischen Störung über das Buchstabieren kommunizieren, verringern sich ebenso die Anforderungen an das Verstehen des FC-Benutzers. FC eröffnet die Möglichkeit, eindeutiger und verständlicher zu kommunizieren (vgl. Judt, 1991, 3). Die Kommunikation des FC-Benutzer beschränkt sich nicht nur auf nichtsprachliche, analoge Kommunikationsformen, die vom Empfänger digitalisiert und interpretiert werden müssen, sondern kann in digitaler Form übermittelt werden. Diese digitale Kommunikationsform ermöglicht ebenso einen differenzierteren und abstrakteren Ausdruck. Auffälliges Verhalten, als Versuch etwas mitzuteilen oder als Ausdruck der Frustration über die eingeschränkte Kommunikation, verringert sich.

Die Möglichkeit verständlicher und differenzierter zu kommunizieren, schafft ebenso die Voraussetzung, um mit einer großen Anzahl von Menschen, in vielen Situationen zu kommunizieren und erweitert dadurch die Möglichkeiten, am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

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7.2 ERSCHWERENDE EINFLÜSSE AUF DIE KOMMUNIKATION MIT HILFE DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION

Falls bisher beim Leser der Eindruck entstanden ist, FC sei die Erlösung für Menschen mit einer autistischen Störung, so muß allerdings auch festgestellt werden, daß FC kein Wundermittel ist. FC ist keine Therapie der Autistischen Störung. FC beinhaltet keine Heilung der Wahrnehmungsverarbeitung, Informationsverarbeitung und Handlungsfähigkeit (vgl. Nagy, 1996b, 42) und FC macht keinen Menschen mit einer autistischen Störung zu einem Genie. Die Autistische Störung bleibt eine „sehr individuelle, lebenslange Störung" (Eichel, 1996, 131) und beeinflußt ebenso die Kommunikation mit Hilfe der FC.

So können, wie in der lautsprachlichen Kommunikation, ein zwanghaftes, wiederholendes Buchstabieren von Wörtern oder Themen und echolalische Äußerungen auftreten (vgl. Eichel, 1996, 73). Auch die pragmatischen Probleme bleiben zunächst bestehen, so daß viele FC-Benutzer mit einer autistischen Störung Schwierigkeiten haben können, „... konkrete Antworten auf eine Frage zu geben, Interaktionen zu initiieren, Fragen zu stellen, ihre Persönlichkeit darzustellen oder soziale Situationen zu kontrollieren" (Eichel, 1996, 70).

Eine weitere Einschränkung der kommunikativen Möglichkeiten, die bisher eher im Zusammenhang mit der Aphasie genannt wurde, zeigt sich auch in der Kommunikation mit Hilfe der FC: die Wortfindungsstörung. Sie tritt v.a. im Zusammenhang mit Wortgruppen, für die wenig Alternativbegriffe vorhanden sind, auf (vgl. Eichel, 1996, 71). Möglicherweise beeinflußt diese Wortfindungsstörung auch die teilweise poetisch anmutende Wortwahl der FC-Texte (vgl. Sellin, B., 1993 u. 1995).
Die FC kann, wie erwähnt, die Autistische Störung nicht heilen. Das bedeutet u.a. auch, daß die schriftsprachlichen Mitteilungen nicht immer durch analoge Kommunikationsformen (Gestik, Mimik, Verhalten) unterstützt werden oder eventuell sogar im Widerspruch dazu stehen (vgl. Eichel, 1996, 132f). Da Kommunikation immer mehrkanalig ist beeinflußt dies auch das Verstehen der Mitteilung, was, ebenso wie die Wortfindungsstörungen, leicht zu Mißverständnissen, Fehl- oder Überinterpretationen führen kann.

Auch die Gefahr, einer schriftlichen Mitteilung mehr Bedeutung zuzumessen als einer lautsprachlichen Äußerung, führt leicht zu Überinterpretationen. FC-Benutzer mit einer autistischen Störung drücken in ihrer schriftlichen Kommunikation Wünsche, Phantasien, Träume, Witze, Beschimpfungen aus, wie andere Menschen über die lautsprachliche Kommunikation (vgl. Nagy, 1993, 30; Eichel, 1996, 71).
Trotz dieser erschwerenden Einflüsse bleibt die FC ein Hilfsmittel, eindeutigere Kommunikation zu ermöglichen und die kommunikativen Möglichkeiten von einigen Menschen mit einer autistischen Störung zu erweitern. FC zeigt auf, daß einige Menschen mit einer autistischen Störung mehr Fähigkeiten besitzen, als ihnen, aufgrund ihres Verhaltens, zugestanden werden. Und FC fordert auf, neue Möglichkeiten der Förderung von Menschen mit einer autistischen Störung zu finden und zu ermöglichen.

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7.3 DIE BEDEUTUNG DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION FÜR DIE LEBENSSITUATION VON MENSCHEN MIT EINER AUTISTISCHEN STÖRUNG

Die neuen Möglichkeiten der FC-Benutzer mit einer autistischen Störung, sich verständlicher mitzuteilen, verändert seine gesamte Lebenssituation. Er kann sich selbst, seine Persönlichkeit und seine Fähigkeiten darstellen, seine Absichten, Wünsche und Interessen verdeutlichen, Entscheidungen treffen und damit Einfluß auf seine Umwelt nehmen.

„... ich bin ohne schreiben kein richtiger mensch denn es ist die einzige ausdrucksweise die ich habe es ist außerdem der einzige weg zu zeigen wie ich denke ..." (Sellin, B., 1993, 29).
Diese erweiterte Kommunikationsmöglichkeit kann helfen, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln, Selbstvertrauen aufzubauen und Motivation zu entwickeln.
„... ich eifere in zukunft anders zu reagieren und ruhe zu bewahren ich will es schaffen ich ertrage inzwischen peinliche situationen" (Sellin, B., 1993, 95)
„ich liebe die sprache über alles sie vermittelt zwischen den menschen eine sprache gibt uns würde und individualität" (Sellin, B., 1993, 101)

Ebenso ändern sich die Lebenserwartungen. Viele FC-Benutzer mit einer autistischen Störung wünschen sich gleiche Lebensbedingungen wie andere Gleichaltrige (vgl. Eichel, 1996, 136).
D. Zöller hat mittlerweile zwei autobiographische Bücher veröffentlicht, sein Abitur nachgeholt und übersetzt englische Fachliteratur in deutsche Sprache (vgl. Nagy, 1996a, 168).
Aufgrund der bisherigen Lebens- und Kommunikationserfahrungen sind aber ebenso viele Menschen mit einer autistischen Störung unsicher, aus ihrer Isolation herauszutreten und die eigenen Fähigkeiten deutlich zu machen, da dadurch auch neue Erwartungen der Umwelt entstehen.
„Das Leben als Behinderter bietet einen Schutz, weil man gar nicht für voll genommen wird. Soll ich das aufgeben? Kann ich es aufgeben? Ich weiß es selbst nicht." (Zöller, 1989, 13)

Viele FC-Benutzer mit einer autistischen Störung erleben auch ihre neue Lebenssituation nicht positiv (vgl. Eichel, 1996, 136). Ihre Beeinträchtigungen in der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung und in der Handlungsfähigkeit bleiben bestehen, ebenso wie ihre inneren Erregungszustände. Diese Beeinträchtigungen können auch oftmals zu einem Konflikt mit den eigenen Zukunfts- und Lebenswünschen führen.

Wie bereits erwähnt, hängt eine erfolgreiche Kommunikation nicht nur von den erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten ab, sondern ebenso von den Erfahrungen, durch die neue Kommunikationsmöglichkeit, Einfluß auf die Umwelt nehmen zu können.
Die FC ermöglicht der Umwelt, Einblicke in die Motivation, Interessen und Lernfähigkeiten des FC- Benutzer mit einer autistischen Störung zu gewinnen. Entscheidend ist es, diese zu verstehen und ernst zu nehmen, sie zu akzeptieren und zu respektieren. Dies kann sich u.a. darin zeigen, mit dem betreffenden FC-Benutzer mit einer autistischen Störung altersgemäß umzugehen, die Wünsche anzunehmen und nach Möglichkeit umzusetzen, ihn am sozialen Leben (Freizeitgestaltung, Hobbys, Wohnen) teilnehmen und mitbestimmen zu lassen.

Diese Forderungen beziehen sich aber nicht nur auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern lassen sich auch auf die pädagogische Förderung, die schulische und berufliche Bildung und schließlich auch auf die Arbeitstätigkeit übertragen. All diese Institutionen, die mit Menschen mit einer autistischen Störung arbeiten, müssen auf die mögliche Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten mit Hilfe der FC und den daraus folgenden persönlichen und sozialen Veränderungen reagieren und ihre Arbeit an den Bedürfnissen und Möglichkeiten dieser Menschen neu orientieren.

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8 SCHEMATISCHE DARSTELLUNG DER GESTÜTZTEN KOMMUNIKATION

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9 LITERATUR

ADAM, H. (1996): Unterstützte Kommunikation - Bedeutung und Möglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung; in: Geistige Behinderung; Nr. 2/96; S. 122-132; Marburg.

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CROSSLEY, R. / MCDONALD, A. (1994): Annie - Licht hinter Mauern; 4. Auflage; München.

CROSSLEY, R. (1997): Gestützte Kommunikation - Ein Trainingsprogramm; Weinheim, Basel.

EICHEL, E. (1996): Gestützte Kommunikation bei Menschen mit autistischer Störung; Dortmund.

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ISAAC-DEUTSCHLAND, GESELLSCHAFT FÜR UNTERSTÜTZTE KOMMUNIKATION (1996):

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JANETZKE, H.R.P. (1993): Stichwort Autismus; 3. überarbeitete Auflage; München.

JUDT, W. (1991): Facilitated Communication - Unterstützte Kommunikation; in: autismus, Nr. 32/91; S. 2-4; Hamburg.

KEHRER, H.E.(1996): Kritische Gedanken zur FC; in: autismus, Nr. 42/96; S. 40-41; Hamburg.

KLATT, E. (1983): Langenscheidts Taschenwörterbuch der englischen und deutschen Sprache; 6. Neubearbeitung von ROY, D.; Berlin, München, Wien, Zürich.

NAGY, C. (1993): Einführung in die Methode der gestützten Kommunikation (Facilitated Communication-FC); erhältlich bei: RV Hilfe für das autistische Kind; München.

NAGY, C. (1996a): Gestützte Kommunikation: Konzept und Erfahrungen; in: Geistige Behinderung, Nr. 2/96, S. 160-169; Marburg.

NAGY, C. (1996b): Zu Prof. Kehrers Artikel „Kritische Gedanken zur FC" - Gegendarstellung; in: autismus, Nr. 42/96; S. 41-45; Hamburg.

NAWRATIL, G. / NAWRATIL, H. / RABAIOLI-FISCHER, B. (1994): Sozialpsychologie leicht gemacht - Einführung und Examenshilfe; 3. Auflage; Berlin.

REGIONALVERBAND HILFE FÜR DAS AUTISTISCHE KIND (1996): Autistische Kinder brauchen Hilfe; 5. Auflage; München.

SCHUBERT, A. (1995): Seminarunterlagen - Facilitated Communication; unveröffentlichtes Manuskript; Stetten.

SCHULZ VON THUN, F. (1989): Miteinander reden 2 - Stile, Werte, Persönlichkeitsentwicklung; Hamburg.

SELLIN, A. (1992): Bericht über die Arbeit mit Birger nach der Methode „Facilitated Communication" vom 2. August 1990 bis November 1990; in: autismus, Nr. 33/92; S. 2-4; Hamburg.

SELLIN, A. (1996): Die häufigsten Fragen zur Gestützten Kommunikation; in: autismus, Nr. 42/96; S. 36-39; Hamburg.

SELLIN, B. (1993): ich will kein inmich mehr sein - botschaften aus einem autistischen kerker; Köln.

SELLIN, B. (1995): ich deserteur einer artigen autistenrasse - neue botschaften an das volk der oberwelt; Köln.

VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON AUTISTISCH BEHINDERTEN (1996): Autistische Menschen verstehen lernen II - mit Beiträgen von Betroffenen; Stuttgart.

WEPIL, E. (1993): Kritische Auseinandersetzung mit der Methode der sogenannten gestützten Kommunikation (Facilitated Communication); in: autismus, Nr. 36/93; S. 23-25; Hamburg.

ZÖLLER, D. (1989): Wenn ich mit euch reden könnte ... - Ein autistischer Junge beschreibt sein Leben; Bern, München.

ZÖLLER, D. (1992): Ich gebe nicht auf - Aufzeichnungen und Briefe eines autistischen jungen Mannes, der versucht, sich die Welt zu öffnen; Bern, München, Wien.


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Augmentative and Alternativ Communication (in Deutschland bekannt als Unterstützte Kommunikation) beinhaltet „alle pädagogischen bzw. therapeutischen Maßnahmen, die der Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten bei Menschen ohne Lautsprache dienen" (Adam, 1996, 122), und die „... die Kommunikation mittels gesprochener Sprache ergänzen, unterstützen oder ersetzen" (ISAAC-Info, 1/96). Dazu gehören Bildsysteme, Piktogramme, BLISS-Symbole, Schriftsprache, Gesten, Gebärden, technische Hilfen, elektronische Kommunikationshilfen und natürliche körperliche Ausdrucksmittel (vgl. ISAAC-Info, 1/96).
Mit FC-Benutzer bezeichne ich im folgenden diejenige Person, die sich mit Hilfe der FC mitteilt; als Stützer bezeichne ich die dabei stützende Person.
Im folgenden verwende ich zur Bezeichnung der Gestützten Kommunikation die Abkürzung FC (Facilitated Communication)
Eine mögliche Erklärung zum autodidaktischen Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeit beschreibt Crossley, 1997, 59-73
Eine differenzierte Übersicht über die motorischen Handlungsstörungen, die durch die Stütze überbrückt werden können, ist in Crossley (1997, 42-49) nachzulesen.
Eine differenzierte Aufstellung der Einstellungen und Fähigkeiten des Stützers befindet sich in Schubert, 1995.
Einimpulsige Übungen sind Übungen, die nur eine Zeigebewegung zur Beantwortung benötigen; entsprechend mehrimpulsige Übungen.
Eine Übersicht über verschiedene Studien und deren Bewertung bietet Eichel, 1996, 86 – 109 Vgl. Pschyrembel, 1998, 97f (Aphasie) und 1696 (Wortfindungsstörung).

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